Historische Romane


Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3-499-27670-5
Preis: 13,00 €
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Im Schatten des Turms

René Anour, Rezension von Kathrin Allkemper

Wien 1787. Der junge Medizinstudent Alfred kommt aus bürgerlichen Verhältnissen und kann sich sein Studium nur durch anstrengende Nebenjobs leisten. Aber er brennt für die Medizin und kann sich nichts Erstrebenswerteres vorstellen, als zu lernen, den Menschen zu helfen. Daher ist er zunächst begeistert, als sein Professor ihn und eine Gruppe Studenten mit in den sogenannten Narrenturm nimmt. Dieser wurde 1784 unter Kaiser Joseph als erste psychiatrische Klinik Kontinentaleuropas gebaut. Jedoch sind die Zustände dort drinnen schockierend und Alfred verlässt dieses Gebäude mit großem Unbehagen. Er bezweifelt, dass man die Insassen gut behandelt und an einer Genesung interssiert ist. Tatsächlich ist es so, dass manche Menschen darin wie Tiere gehalten werden und man mit den vermeintlich Geisteskranken völlig unnötige und unmenschliche Experimente durchführt. Als Alfred sich jedoch mit dem Leiter dieser Einrichtung anlegt, wird es für ihn lebensgefährlich...

Parallel dazu wird die Geschichte der jungen Adeligen Helene erzählt, die bisher ein, für eine junge Frau, eher ungewöhnliches Leben führen durfte. Ihr Interesse gilt eher der Naturwissenschaft und weniger dem Leben bei Hofe, doch ihre grausame Tante hat ganz andere Pläne mit ihr...

Sowohl Alexander als auch Helene müssen für die guten Dinge in ihrem Leben und für einander kämpfen und bei alldem spielt der Narrenturm eine große Rolle..

Sehr spannender und gut recherchierter Historienschmöker, fesselnd von der ersten Seite an.