Krimi


Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-7341-1110-5
Preis: 11,00 €
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Leichenschilf

Anna Jansson, Rezension von Kathrin Allkemper

Polizeikommissar Kristoffer Bark hat vor fünf Jahren seine Tochter Vera verloren, ihre Leiche wurde allerdings nie gefunden. Daher kann er auch nicht wirklich mit ihrem Tod abschließen und nach vorne schauen. Stattdessen schleicht er jedes Jahr an Karfreitag um den See herum, an dem sie kurz vor ihrem Verschwinden ihren Junggesellinnenabschied gefeiert hat. Immer wieder sucht Bark nach neuen Hinweisen und wird von den Bewohnern des Ortes schon als der schrullige Kommissar betitelt. Tatsächlich gibt der See eines Tages eine Leiche preis, die Barks Tochter zum Verwechseln ähnlich sieht und ihn darin bestärkt, dass er die Ermittlungen wieder offiziell aufnehmen muss.

Was wissen Rasmus, der damalige Verlobte seiner Tochter und Denise, eine Freundin aus der Jugendzeit, über das Verschwinden von Vera? Kristoffer Bark verhält sich für einen Polizisten manchmal ziemlich unpassend, aufbrausend und übergriffig, aber man kann den Druck nachempfinden, unter dem er steht. Er möchte endlich wissen, was damals geschah, nicht nur für sich, sondern auch für Veras Mutter, die seitdem Alkohol und Tabletten konsumiert und sich nach und nach zugrunde richtet.

Auftakt zu einer neuen schwedischen Krimiserie!


Verlag: Hoffmann und Campe
ISBN: 978-3-455-01322-1
Preis: 22,00 €
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Bullet train

Kotaro Isaka, Rezension von Kathrin Allkemper

Fünf Killer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, reisen unabhängig von einander in einem Hochgeschwindigkeitszug durch Japan. Der eine zitiert ständig Weltliteratur, der andere aus Thomas, die kleine Lokomotive. Unterschätzen sollte man sie dennoch nicht, denn sie sind gnadenlos. Die beiden bewachen eine wertvolle Geisel, die sie zuvor mit Gewalt befreit haben. Ein anderer Killer wird hingegen selbst zur Geisel eines mordlustigen Schülers mit Unschuldsmiene. Und ein weiterer, der als Pechvogel seiner Branche gilt, verfolgt ebenfalls einen Auftrag in diesem Zug. Aber nicht nur wegen ihm verlieren unterwegs mehr Menschen als geplant ihr Leben. Es tauchen immer neue Probleme auf und die Ausgangssituation scheint sich mit jedem Bahnhofshalt zu verändern. Zudem gibt es da noch einen Koffer voller Geld, den scheinbar alle wollen...

Der mit absurder Komik gespickte Thriller ist genauso rasant wie der Zug, in dem alles stattfindet.


Verlag: Penguin
ISBN: 978-3-328-60227-9
Preis: 18,00 €
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RABBITS - Spiel um dein Leben

Terry Miles, Rezension von Kathrin Allkemper

RABBITS- so lautet der Titel eines geheimen Spiels, welches nur im Untergrund existiert. Man weiß nie, ob man bereits spielt, wer noch dabei ist und wo man den nächsten Hinweis findet. RABBITS findet Dich. Es gibt nur eine ganz klare Regel: "Rede mit niemandem über RABBITS!" Alles ist sehr mysteriös und manchmal endet es auch tödlich...K hat keine Familie mehr, nur zwei enge Freunde. Zusammen versuchen sie herauszufinden, was mit einem ehemaligen RABBITS Champion passiert ist, der K um Hilfe gebeten hatte und kurz darauf spurlos verschwunden ist. Die drei stellen allerdings Fragen, wo sie es besser nicht sollten. Die gefährlichste RABBIT-Runde aller Zeiten beginnt...

Ein sehr spannender Thriller, zum Teil etwas abgedreht und gefühlt auf mehreren Ebenen unterwegs, ein bißchen wie bei Matrix. Auch das ein oder andere bekannte Computerspiel, wie zB. Dungeons and Dragons, sollte man vielleicht schonmal gehört haben, damit man den Nerds in diesem Buch folgen kann.


Verlag: Piper
ISBN: 9783492062503
Preis: 16,00 €
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Das Loft

Linus Geschke, Rezension von Julia Jahns

Das junge Paar Sarah und Marc lebt zusammen mit Marcs Jugendfreund Henning in einem schicken Loft in Hamburg. Als Henning verschwindet und in der Wohnung überall Blutspuren gefunden werden, geraten die beiden ins Visier der ermittlenden Kommissarin Bianca Rakow. Getrennt voneinander werden beide befragt und sind dennoch nicht bereit, den jeweils anderen zu belasten. Doch es stehen einige Fragen zu der merkwürdigen WG im Raum, die beantwortet werden müssen: Wie können sich junge Studenten so eine exklusive Wohnung leisten? Warum haben sie überhaupt zusammen gewohnt? Wie haben sie sich kennen gelernt, und wie kam es zu diesem Arrangement? Schnell wird klar, dass Sarah Henning nicht leiden konnten und nur widerwillig toleriert hat, mit ihm in einer Wohnung zu leben. Doch auch zwischen Marc und Henning und Sarah und Marc scheint einiges im Argen zu sein. Als Hennings Leiche gefunden wird, beginnt die Fassade des perfekten Liebespaares zu bröckeln ...

Spannender Thriller, der den Leser immer wieder auf falsche Fährten lockt.


Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 978-3-462-00198-3
Preis: 12,00 €
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Mrs Potts' Mordclub und der tote Nachbar

Robert Thorogood, Rezension von Christina Heger

Als die rüstige, etwas schrullige Judith beim Nacktschwimmen in der Themse eines Abends vom Nachbargrundstück einen Schuss hört, ist es zunächst die Sorge um den Nachbarn, die sie die Polizei rufen lässt... 
Doch als die Polizei keine Leiche findet und zunächst keinen Grund für Ermittlungen sieht, nimmt Judith selbst die Sache in die Hand. Sie schwingt sich auf ihr Fahrrad, stakt mit ihrem Kahn über die Themse und lässt nichts unversucht, um zu beweisen, dass ein Verbrechen passiert ist.
Und tatsächlich, der Nachbar wurde erschossen und Judith findet Gefallen an der Ermittlungsarbeit. Im Stile einer Mrs Marple ist sie fest entschlossen, die Wahrheit ans Licht zu bringen und ist dabei sehr erfinderisch.
Als es einen zweiten Toten gibt, gesellen sich zwei weitere Damen zum "Ermittlungsteam": Suzie, Hundesitterin und Nachbarin des zweiten Opfers und, zunächst widerwillig, Becks, die neurotische Gattin des Dorfpfarrers. 

Ein sehr britischer, humoriger und wirklich unterhaltsamer "cozy crime" mit einem charmanten Ermitterinnen-Trio. Für alle, die gerne kriminalistisch unterhalten werden, die aber weder um den Schlaf gebracht werden wollen, noch bluttriefende Seiten brauchen. Auftakt einer Reihe, auf deren Fortsetzung ich bereits gespannt bin. 


Verlag: dtv
ISBN: 9783423263153
Preis: 16,95 €
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Perfect Day

Romy Hausmann, Rezension von Daniela Maifrini

Walter Lesniak, renommierter Anthropologe und Philosophieprofessor, hat seine inzwischen erwachsene Tochter Ann nach dem frühen Tod seiner Frau alleine großgezogen. Zwischen Vater und Tochter besteht ein enges Band, Ann hatte eine wunderbare Kindheit und Jugend mit vielen Freiheiten, sie hängt sehr an ihrem Vater. Umso härter trifft es sie, als er eines Tages verhaftet wird. Der Vorwurf: Er soll ein seit Jahren aktiver Serienkiller sein, dessen Opfer allesamt kleine Mädchen waren.
Für Ann ist allein der Gedanke völlig ausgeschlossen, ihr Vater ist unschuldig, und sie wird es beweisen. Doch „Professor Tod“, wie die Presse inzwischen Walter Lesniak nennt, sitzt im Gefängnis und äußert sich nicht.
Zu dieser Zeit kommt Anns Jugendfreundin Eva nach langer Zeit wieder nach Hause, so dass zumindest eine Verbündete an ihrer Seite ist. Die jungen Frauen recherchieren so gut sie können den Verlauf der Tatserie und stoßen gleich bei dem ersten Opfer, Larissa, auf Ungereimtheiten: einen unbändig trauernden Stiefvater und einen anderen möglichen Verdächtigen, den der Stiefvater bereits mehrfach angegangen war. Ab hier geraten die Freundinnen zum ersten Mal in furchtbare Gefahr...

Romy Hausmanns „Liebeskind“ war ein Spitzen-Debut, „Martha schläft“ war nicht so meine Wellenlänge, „Perfect Day“ schließt jetzt wieder auf zu ihrem Erstling. Eine überschaubare Anzahl wechselnder Erzählperspektiven bringt die Spannung, natürlich ist wieder eine dabei, die offenbar Täterwissen vermittelt, die Geschichte wird vorangetrieben, die zahlreichen Wendungen schicken uns in die Irre, und als wir wissen, wer für die Morde verantwortlich ist, wissen wir noch lange nicht, warum sie geschehen sind. Gut finde ich, dass trotz der Brutalität, die natürlich hinter diesen Taten steckt, das Buch relativ frei von drastischen Schilderungen bleibt und eher unser Kopfkino befeuert.


Verlag: Knaur Verlag
ISBN: 9783426526620
Preis: 14,99 €
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Der kalte Glanz der Newa

Ben Creed, Rezension von Daniela Maifrini

Leningrad 13. Oktober 1951. In einer bitterkalten Nacht werden Ermittler der Leningrader Miliz unter Leitung von Leutnant Revol Rossel an einen Tatort 50 km außerhalb der Stadt gerufen. Es erwartet sie ein grausames Szenario: 5 Leichen – drei Frauen und zwei Männer – sind bestialisch ermordet und sorgsam auf den Bahngleisen arrangiert worden. Alles, was eine Identifikation ermöglichen würde, fehlt oder ist zerstört.
Rossel, der eine sehr problematische Vergangenheit innerhalb des Sowjet-Regimes hinter sich hat, ist aus mehreren Gründen sofort misstrauisch:
Erstens glaubt er nicht daran, dass er zufällig am Tatort ist, denn die Anordnung der Leichen auf den Gleisen erinnert deutlich an Noten auf den Notenlinien – ein Umstand, den er als ehemaliger Musiker sofort erkennt, der einem anderen Ermittler jedoch vielleicht gar nicht aufgefallen wäre.
(Rossel war nach vielversprechendem Anfang einer Karriere als Violinist wegen Verrats verhaftet und gefoltert worden, wobei seine Hände und Finger weitestgehend zerstört wurden. Er bekam im Krieg die Gelegenheit, sich in einem Selbstmordkommando bei der Belagerung Leningrads auszuzeichnen und durfte danach in den Polizeidienst wechseln.)
Zweitens fragt er sich, wieso seine Einheit aus der Stadtmitte gerufen wurde und nicht aus der Nähe des Tatortes. (Es stellt sich sehr schnell heraus, dass alle in Frage kommenden Polizeireviere aus dem Umkreis komplett verhaftet worden sind, so dass nur noch Rossel und seine Leute übrig blieben. Wer hat so viel Einfluss?)
Drittens ist höchst sonderbar, dass überhaupt die Polizei ermitteln darf und nicht der Staatssicherheitsdienst MGB. Denn eine der weiblichen Toten gehörte nach Aussehen und Bekleidung dem MGB an – und einen Fall der ihren würde der Sicherheitsdienst niemals an außenstehende Behörden abgeben. Wieso also jetzt?

Sehr vorsichtig steigen Rossel und seine Kollegen also in die Untersuchung ein. Erschwert wird ihre Arbeit durch den Umstand, dass alle Körper tiefgekühlt sind und in der völlig unterkühlten Gerichtsmedizin nur ganz langsam auftauen. Frau Dr. Wolkowa ist überdies nur eine von zwei verbliebenen Gerichtsmedizinern, da auch hier der Rest des Kollegiums im Gefängnis sitzt. Sehr schleppend gelangen die Ermittler also zu Erkenntnissen – und die machen Leutnant Rossel nicht fröhlicher! Denn die ersten drei Menschen, die identifiziert werden können, haben alle mit ihm und seiner Vergangenheit am Leningrader Konservatorium zu tun. Hat der Täter es vielleicht auf ihn abgesehen?

Zeugen verschwinden, Kollegen werden verhaftet, Rossel kämpft gegen die mächtigsten Männer der Sowjetunion, die offenbar allesamt dazu entschlossen sind, die Tat zu deckeln oder zumindest schnell irgendeinen Schuldigen zu präsentieren, der mit alldem möglichst nichts zu tun hat. Und all das soll erledigt sein, wenn der große Festakt zur Einweihung der „Straße des Lebens“ ansteht...

Ein Buch mit unglaublich viel Hintergrundinformationen zu unterschiedlichen Themenbereichen, es geht um die Belagerung Leningrads im Zweiten Weltkrieg, bei der eine Million Sowjetbürger schlicht verhungert sind. Es geht im Rückblick um die verzweifelten Versuche der Roten Armee, mit verschiedenen Himmelfahrtskommandos die Blockade der Stadt zu durchbrechen und die Deutschen zurückzuschlagen. Es geht um Lebensumstände im Nachkriegs-Leningrad, wo es noch immer keinen Wohnraum (Kommunalka bis heute!) und Mangel an allen Ecken gibt. Gleichzeitig wird recht minutiös der Wahnsinn der stalinistischen Säuberungsaktionen im eigenen Volk beleuchtet – jeder konnte jederzeit von jedem verraten werden, alle konnten Spitzel sein.
Es geht aber auch um Musik und die Hingabe des großen russischen Volkes an die Kunst, um künstlerische Karrieren und Machtkämpfe im Kulturbetrieb.


Verlag: Droemer Verlag
ISBN: 9783426283844
Preis: 16,00 €
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The Maid

Nita Prose, Rezension von Julia Jahns

Molly, ein naives Zimmermädchen mit großem Herzen, liebt ihre Arbeit im Londoner Regency Grand Hotel sehr. Nach dem Tod ihrer Großmutter, bei der sie aufgewachsen ist, häufen sich die Probleme. Molly hat Schwierigkeiten, die Miete zu bezahlen, weil das Ersparte ihrer Großmutter duch ihre Schuld gestohlen wurde. Ihre Kollegen können das immer korrekte und pedantische Zimmermädchen nicht leiden. Molly sieht in jedem nur das Gute und wird deshalb oft ausgenutzt. Als sie einen Gast tot in seinem Bett auffindet, fällt der Verdacht sofort auf seine blutjunge Ehefrau. Molly, die sich mit dieser angefreundet hat, möchte ihr unbedingt helfen und verstrickt sich dabei selbst rettungslos in den Fall ...

Leichter und witziger Krimi mit einer Heldin, die gekonnt von einem Chaos ins nächste stürzt.


Verlag: Diogenes
ISBN: 978-3-257-24621-6
Preis: 13,00 €
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Seitensprung

Jason Starr, Rezension von Kathrin Allkemper

Jack Harper, erfolgloser Immobilienmakler in New York, steckt in einer Midlifecrisis. Seine Ehe plätschert dahin, aber schon alleine für seinen geliebten Sohn hält Jack die freudlose Partnerschaft aufrecht. Als er dann bei einer Wohnungsbesichtigung einen früheren Kumpel trifft, kommt ihm sein Leben gleich noch erbärmlicher vor. Damals haben sie zusammen Musik gemacht und im Gegensatz zu Jack, hat sein ehemaliger Bandkollege Karriere und das große Geld gemacht. Jetzt möchte er sich in New York eine Zweitwohnung zulegen, um da seine außerehelichen Affären zu treffen, die er auf einer Dating-Website für Seitensprünge aufgabelt. Er empfiehlt dem gefrusteten Jack, es doch auch einmal mit so einem unkomplizierten Seitensprung zu versuchen, um wieder etwas Schwung in sein Leben zu bringen. Jack lehnt zunächst empört ab, aber später daheim überwiegt die Neugier. Einmal kurz gucken kann man ja, da ist noch nichts dabei, denkt er sich und begeht den größten Fehler seines Lebens...

Mit jeder Seite, die man liest, geht es weiter bergab in Jacks Leben und da ich wissen wollte, ob er dieser tödlichen Spirale noch einmal entkommen kann, musste ich diesen spannenden Thriller nahezu in einem Rutsch lesen.


Verlag: Suhrkamp
ISBN: 978-3-518-47182-1
Preis: 16,95 €
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606

Candice Fox, Rezension von Kathrin Allkemper

Ein Hochsicherheitsgefängnis in der Wüste Nevadas. Hier sitzen wirklich nur die ganz üblen Jungs ein. Unter ihnen John Kradle, der seine Frau und sein einziges Kind getötet haben soll. Das ist auch der Grund, warum er den abgrundtiefen Hass der Aufseherin im Todestrakt, Celine Osbourne, auf sich gezogen hat. Wo sie kann, schikaniert sie ihn.

Als es durch einen genial inszinierten Massenausbruch zur Flucht aller 606 Insassen kommt, nimmt sie schon mit nahezu krankhafter Besessenheit die Verfolgung Kradles auf. Der wiederum nutzt das allgemeine Chaos und die unerwartete Chance zu entkommen dazu, seine Unschuld zu beweisen. Doch es hat sich nicht nur Osbourne an seine Fersen geheftet, sondern auch einer der brutalsten Killer des Landes...

Mit der absolut genialen "Hades-Trilogie" wurde die australische Autorin auch hier bekannt. "606" ist ihr 8. Buch und auch diesen Krimi habe ich in einem Rutsch gelesen!


Verlag: Rowohlt
ISBN: 9783498001322
Preis: 16,00 €
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Der Kaninchen-Faktor

Antti Tuomainen, Rezension von Julia Jahns

Der Versicherungsmathematiker Henri verliert seinen Job, weil er sich weigert, an Teambuilding-Maßnahmen teilzunehmen, die er für sinnlos hält. Leider ist es nicht so einfach, einen neuen Job zu bekommen, wie er dachte, doch dann erfährt er, dass sein Bruder verstorben ist und er dessen Abenteuerpark geerbt hat. Er stürzt sich in die Arbeit und steht vor dem Rätsel, warum der Park trotz großer Besucherzahlen Schulden hat. Sein Bruder hat sich wohl mit den falschen Leuten eingelassen, die nun auch Henri auf die Pelle rücken. Plötzlich gibt es einen Toten, den er verschwinden lassen muss. Bei dem Versuch, den Park und seine eigene Haut zu retten, hat Henri alle Hände voll zu tun. Ein Plan muss her - für den analytischen Henri doch kein Probem?!

Herrlich schräger Krimi aus Finnland.


Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-7645-0724-4
Preis: 15,00 €
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Winterland

Pedersen/Faber, Rezension von Kathrin Allkemper

Auf dem Weihnachtsmarkt in Kopenhagen explodiert eine Bombe und es ist sehr schnell klar, dass es sich nicht um ein tragisches Unglück, sondern um einen gezielten Terroranschlag handelt. Die Kommissarin Signe Kristiansen leitet die Ermittlungen. Alles läuft trotz der Feiertage auf Hochtouren, doch sie kommt einfach nicht weiter. Ihr alter und geschätzter Kollege Martin Juncker fehlt ihr mehr denn je. Seit einem groben Fauxpas hat man ihn in die verschlafene Provinzstadt Sandsted strafversetzt, wo er eine neue Polizeidienststelle aufbauen soll. Zunächst sieht es so aus, als hätte er außer der Einarbeitung von zwei jungen Kollegen und der persönlichen Situation mit seinem dementen Vater,in dessen Haus er derzeit wohnt, nicht viel zu tun. Aber dann wird eine brutal misshandelte Leiche gefunden und schon kurze Zeit später ermittelt Juncker sogar in einem Doppelmord, ohne brauchbare Spuren oder ein erkennbares Motiv. Hilfe aus Kopenhagen kann er aufgrund des Terroranschlags nicht erwarten und die beiden Fälle haben nun wirklich nichts miteinander zu tun, oder doch?

Der Beginn einer tollen Krimireihe aus Dänemark, persönliche Schicksale verknüpft mit einem komplexen Kriminalfall, einfach nur spannend!


Verlag: Harper Collins
ISBN: 9783749903832
Preis: 12,00 €
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Der andere Sohn

Mohlin & Nyström, Rezension von Kathrin Allkemper

FBI-Mann John Adderley wacht mit einer Schussverletzung im Krankenhaus auf. Eigentlich hatte er nicht erwartet, nach dem missglückten Einsatz als verdeckter Ermittler im Drogenmilieu überhaupt nochmal aufzuwachen, aber scheinbar hatte er einen Verbündeten, der ihm das Leben gerettet hat.

Trotzdem hat er jetzt nur noch eine Option, er muss in ein Zeugenschutzprogramm. Nach Jahren in Amerika zieht es ihn zurück in seine alte Heimat Schweden. Dort leben noch seine Mutter und sein Halbbruder Billy, zu denen er lange keinen Kontakt hatte. Doch es ist nicht nur das Heimweh, das ihn nach Karlstadt zieht. Vor Jahren ist dort die Tochter eines wohlhabenden Ehepaars verschwunden, und sein Bruder war der Hauptverdächtige. Da man aber keine Leiche fand, wurde er nie verurteilt. John will der Wahrheit auf den Grund gehen und seine neue Arbeitsstelle, die er unter dem Decknamen Fredrik Adamsson bei der örtlichen Polizei antritt, dafür nutzen. Sehr schnell wird klar, dass die Polizei nie wirklich nach einem Täter gesucht, sondern sich von Anfang an auf Billy eingeschossen hat. Wer hat in dem kleinen Ort wohl etwas zu verbergen?

Leider verhält sich John bei seinen Ermittlungen nicht immer unauffällig und setzt seine sichere Position im Zeugenschutz nicht nur einmal aufs Spiel...