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Verlag: Beltz
ISBN: 978-3-407-74960-4
Preis: 16,95 €
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Saligia - Spiel der Todsünden

Swantje Oppermann, Rezension von Isis Keizer, Schülerpraktikantin

Das Buch "Saligia - Spiel der Todsünden", verfasst von Swantje Oppermann und erschienen im Beltz Verlag, handelt von der 16jährigen Keira, die übernatürliche Kräfte besitzt.

Keira geht in einer Kleinstadt zur Schule, und da sie eine der sieben Todsünden - den Zorn - in sich trägt, wird sie schon bei schiefen Blicken oder kleinen Bermerkungen in Rage gebracht. Sie merkt zwar, dass etwas an ihr anders ist und sie zur Außenseiterin macht, doch erst als der Sucher Elliot ihr erklärt, dass sie eine Saligia ist und sie mit zur Canterbury Schule nimmt, erfährt sie Genaueres. Die Schule ist gegründet worden, um den Saligia, also den Trägern der Todsünden, zu vermitteln, wie sie ihre Kräfte kontrollieren können.

Schnell schließt Keira erste Freundschaften und verliebt sich in Taran, einen der anderen Schüler. Doch nur kurz nach ihrer Ankunft wird ein Mädchen tot aufgefunden, und Keira bemerkt, dass sie nicht allen vertrauen darf und jeder der Schüler sein eigenes Geheimnis mit sich trägt ...

Ich finde diese Fantasy-Geschichte sehr gelungen, und die 340 Seiten können in kurzer Zeit gelesen werden, da das Buch rundum spannend ist. Zum Schluss bleiben einige Fragen offen, sodass man auf eine Fortsetzung warten muss, die diese dann beantwortet. 


Verlag: DTV junior
ISBN: 978-3-423-76246-5
Preis: 14,95 €
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Traumspringer

Alex Rühle, Rezension von Hendrik Cirkel, Schülerpraktikant

Das Buch "Traumspringer", geschrieben von Alex Rühle und veröffentlicht vom DTV junior Verlag, handelt von einem Jungen namens Leon, welcher seltsame und mysteriöse Träume hat. Leon trifft Menschen in seinen Träumen, in die er jede Nacht wieder zurück kehrt. Einer dieser mysteriösen Menschen ist ein Mann namens Morpheus, der wie ein Lehrer für Leon ist. 

Tagsüber trifft sich Leon mit seinen Schulfreunden in einem verwuchterten Schuppen am Rande eines Bahngleises. Sein Freund Max ist ein Angeber, er spielt immer die neuesten Spiele, weil er in einem Unternehmen arbeitet, das Spiele entwickelt. Ein Spiel zieht alle in den Bann, und dieses ist bis zum Schluss auch ein großer Bestandteil des Buches. Leon wächst mit einem neuen, schüchternen Schüler eng zusammen, und mit seiner Mitschülerin Nina werden sie zu einer Clique. Von den Träumen und Erscheinungen erzählt Leon jedoch erstmal nichts. Im Verlauf der Geschichte bemerkt er, dass er in den Träumen von anderen Menschen ist und mehr Hintergründe über Morpheus und die anderen Personen herausfindet. Nach einigen Ereignissen in den Träumen bekommt es Leon mit dem Bösewicht Kratos zu tun, welcher die Träume von Jugendlichen klaut und für seine Zwecke nutzt. Nach einer großen Rätsellösung mit wesentlicher Unterstützung von Elias führt der Weg Leon nach Ungarn. Sie finden Kratos - und auch unzählige Jugendliche, die schlafen, aber Max' Spiel spielen. Kratos will die Träume für sein Spiel nutzen, aber Leon will das auf keinen Fall zulassen ...

Ich finde das Buch sehr spannend, weil es ein anderes Thema behandelt als andere typische Jugendbücher. Die steigende Spannung und die Szenenwechsel machen das Lesen abwechslungsreich. Trotzdem bin ich der Meinung, dass manche Textstellen gerade wegen der Szenenwechsel schwierig zu verstehen sind. Ich würde das Buch für Kinder ab 12 Jahren empfehlen. Alles in allem ist es eine gelungene Abenteuergeschichte mit einem spektakulären Happy End. 


Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-60366-7
Preis: 18,00 €
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Khyona - Im Bann des Silberfalken

Katja Brandis, Rezension von Jana Brakop, Gastrezensentin

"Khyona" bietet alles, was das Herz eines Fantasy-Lesers begehrt: eine fantastische Welt, eine interessante Protagonistin, ein Geheimnis, eine Liebesgeschichte.

Während des Urlaubs mit ihrer Patchworkfamilie kommt die 16-jährige Kari anstelle einer jungen Assassinin nach Isslar, einer Parallelwelt, dort bekommt sie den Auftrag, jemanden zu töten. Nun muss sie einen Weg finden, sich dort durchzuschlagen, was gar nicht so einfach ist. Dabei wird sie immer wieder von der Fürstin Isslars und deren Tochter bedroht und merkt, wie sehr die Bürger unter der Diktatur der tyrannischen Fürstin leiden. Doch was kann Kari für ihre neuen Freunde machen, um sie vor der Fürstin zu retten? Und welche Rolle spielt der mysteriöse Andrik, zu dem Kari immer mehr Kontakt gewinnt, der aber eine ständige Distanz zu allen wahrt? Kann er ihr helfen oder ist er so gefühlskalt, wie alle sagen? Währenddessen erfahren Karis Patchworkbruder und ihre kleine Schwester, dass die zunächst so hilfsbereite Cecily eine Assassinin ist, und müssen versuchen ihre Familie und sich selbst vor ebendieser zu schützen.


Verlag: Tropen
ISBN: 978-3-608-50364-7
Preis: 14,95 €
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Das Blut der Hirsche

Mons Kallentoft / Markus Lutteman, Rezension von Simon Heidebroek, Gastrezensent

Fünf tote, grausam zugerichtete Jugendliche und eine schwerverletzte junge Frau: Das ist das schreckliche Ende einer Mittsommerparty auf einer schwedischen Insel im Schärengarten. Auf der einzig überlebenden Zeugin lasten die Hoffnungen rund um das Team von Kriminalinspektor Zack Herry. Ausgerechnet ihm: Denn bei allen Opfern findet sich ein- und dieselbe synthetische Droge im Blut, die noch dazu führte, dass sich die Jugendlichen gegenseitig umbrachten – auf bestialische Art und Weise. Doch noch wahnsinniger ist, dass sie alle im Moment des Todes ein Lächeln im Gesicht hatten. So kreisen die Ermittlungen um die Frage: Wer bringt solch eine Droge in Umlauf? Recht schnell kommt die Einheit dem Drogendealer David Mathias auf die Spur, der sich jedoch kurz vor dem Zugriff selbst das Leben nimmt. Und als wären sechs Opfer nicht genug, kommen kurz darauf drei weitere Jugendliche durch die gleiche Droge zu Tode.

Und eben Zack Herry, der aktuell clean ist, muss und will sich beweisen, dass er von den Drogen los ist. All sein Können ist in diesen beiden Fällen gefragt. Denn eine besondere Brisanz besteht, weil Douglas Juste – Chef der Ermittler – mit einem Vater der Opfer befreundet ist. So mobilisieren alle Ermittler ihre Fähigkeiten: Egal ob Sirpa am PC und im Darknet oder der blinde Rudolf in den Befragungen von Verdächtigen und Zeugen. Jede und jeder holt das Letzte aus sich heraus.

Für Zack scheint es nach den Drogenproblemen endlich aufwärts zu gehen. Denn seine Freundin Mera macht ihm einen Heiratsantrag und hat noch eine weitere gute Nachricht für ihn – Sie ist schwanger. Doch dann ist da ja auch noch Hebe, die Unternehmenstochter aus reichem Haus, zu der sich Zack magisch hingezogen fühlt. So perfekt die Situation mit Mera ist, plötzlich reißt ein Ereignis dem jungen, smarten Ermittler allen Boden unter den Füßen weg…

Zum dritten Mal gelingt dem Autorenduo Mons Kallentoft und Markus Lutteman, mit „Das Blut der Hirsche“ einen rasanten Thriller vorzulegen. Ihren Helden – oder eigentlich ja sogar Antihelden – Zack Herry schicken sie in diesem Fall in den Kampf gegen die eigenen Süchte und auf die Jagd nach einem besonders perfiden Mörder. Denn nichts anderes ist der Hersteller und Dealer der Droge, die die Jugendlichen dazubringt, sich selbst auf die nur erdenklichsten Wege gegenseitig umzubringen. Die Handlung ist wahnwitzig und mitunter auch äußerst brutal.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie ein Autorenduo solch einen Thriller gemeinsam zu schreiben vermag, ohne dass man ihm die zwei Autoren anmerkt. Die Sprache wirkt wie aus einer Hand: Sehr kurze, aufs Mindeste reduzierte Sätze, dafür umso präziser in der Darstellung, schaffen ein ungemeines Tempo. Denn so kurz die Sätze sind, um so gewaltiger ist ihr Sog. Dazu passend ebenso kurze Kapitel, was insgesamt dafür sorgt, den Spannungsbogen rein sprachlich beständig hoch zu halten. Denn jedes Kapitel fesselt und drängt dazu, den Thriller fast schon am Stück zu lesen. Nicht ein bisschen entstehen Brüche, wenn Einschübe mit privaten Nebenhandlungen eintreten. All diese Nebenstränge bergen weiteres Spannungspotential, was immer weiter getrieben wird. Ganz gleich, ob es die Beziehung zwischen Zack und Merry, Zack und Hebe, Zack und Abdullah, Zacks privater Recherche zu den Todesumständen seiner Mutter oder auch Deniz‘ und Sandras sich entwickelnde Beziehung ist. Zahlreiche Aufhänger, die immer wieder unterbrochen und aufgenommen werden. Niemals hat man das Gefühl, den Faden oder die eigentliche Ermittlung aus den Augen zu verlieren.

Jede einzelne Ermittlerin und jeder Ermittler besitzt Relevanz und wird seit dem ersten Fall weiterentwickelt: Deniz, Sirpa, Rudolf, Sam, aber auch Douglas Juste. Sie alle haben ihre eigenen Fähigkeiten, Bedürfnisse, Sorgen und Nöte. Dieses so unterschiedliche Team zu vereinen, das ist ein weiterer Verdienst des Schreib- und Erzählstils von Kallentoft und Lutteman.

So ist „Das Blut der Hirsche“ ein höchst rasanter dritter Band und ein einziger Pageturner, der noch dazu mit einem Cliffhanger am Ende aufwartet. Um so besser, dass der vierte Fall („Der Schrei des Engels“) bereits am 20. April 2019 erscheinen wird.


Verlag: Beltz
ISBN: 978-3-407-74949-9
Preis: 9,95 €
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White Zone- Letzte Chance

Katja Brandis, Rezension von Sarah Eickholt

Das Jahr 2030: Sechs Jugendliche, alle mit einer mehr oder minder kriminellen Vergangenheit, bekommen in der Antarktis die letzte Chance, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Zusammen mit einem Betreuer und einer wortkargen, mongolischen Köchin sollen sie drei Monate auf einer verlassenen Forschungsstation verbringen. Zwischen Gruppensitzungen, Ausflügen in die faszinierende, stille Wildnis der Eiswüste und Problemen wie Liebe und Identitätsfindung häufen sich beunruhigende Vorfälle. Zunächst sind es harmlose Warnungen, doch bald gibt es Verletzte. Ist die Station etwa doch nicht ganz verlassen? Oder steckt einer von ihnen dahinter?

Obwohl die Grundidee nicht neu ist, entwickelt der Roman schnell einen unwiderstehlichen Sog. Die sich verändernde Gruppendynamik wird zu einem spannenden Kammerspiel; das in einem dramatischen Finale im ewigen Eis gipfelt.


Verlag: Heyne
ISBN: 9783453422926
Preis: 9,99 €
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Ein Tag im Dezember

Josie Silver, Rezension von Nicole Heiligenstadt

21. Dezember 2008. Laurie sitzt mit einem Lametta-Heiligenschein im Haar, an einem kalten Winterabend, nach ihrer diesjährig letzten Schicht an der fürchterlichen Hotelrezeption, in einem Bus nach Hause. Morgen möchte sie über Weihnachten ins gemütliche Haus ihrer Eltern in die Midlands fahren, um dort bis zum nächsten Jahr Winterschlaf zu halten. An einer Bushaltestelle sieht sie einen „Typen“ auf einem Klappsitz, der in ein Buch vertieft ist. Es kommt ihr vor wie bei einem Spezialeffekt in Filmen, bei denen jemand ganz still steht und sich die Welt kaleidoskopartig auflöst und allmählich verschwimmt. Dann hebt er seinen Blick, blinzelt und richtet seine Aufmerksamkeit auf Laurie. Sie starren sich an. Sein Blick springt zu der abnehmenden Schlange, die noch auf dem Bus wartet…dann wieder zu Laurie…Entschieden schlägt er das Buch zu und stopft es in den Rucksack zwischen seinen Füßen. Dann hört Laurie das Zischen der schließenden Bustüren und das Lösen der Handbremse…Laurie wirft ihm noch eine verzweifelte Kusshand zu und wartet, bis er aus ihrem Blickfeld verschwindet. Für außenstehende ein oscarreifer sechzig Sekunden Stummfilm, für Laurie die Liebe auf den ersten Blick. Ein Jahr lang sucht Laurie verzweifelt den „Typen“ von der Bushaltestelle. Doch dann begegnen sich Laurie und Jack wieder. Allerdings unter Umständen, die ihre Liebe fast unmöglich machen…

Wer Bücher im Stil von Cecilia Ahern und Jojo Moyes gerne liest, wird „Ein Tag im Dezember“ lieben. Ein wunderbarer Roman über Liebe, Freundschaft und Familie. Eine Achterbahn der Gefühle. Witzig, romantisch, modern. Ich habe beim Lesen gelacht und auch geweint….Ein absolutes LeseMUSS für den Herbst/Winter2018.


Verlag: dtv
ISBN: 9783423640411
Preis: 14,95 €
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Ghost - Jede Menge Leben

Jason Reynolds, Rezension von Sarah Eickholt, Gastrezensentin

Castle Cranshaw, alias Ghost, rennt schon sein ganzes Leben lang. Hauptsächlich rennt er davon – vor sich selbst, den Problemen in der Schule und vor allem vor der Nacht, in der er um sein Leben laufen musste. Er kommt aus einem heruntergekommenen Viertel und seine alleinerziehende Mutter hat wenig Geld, was ihn zur Zielscheibe von Hänseleien macht. Er gerät immer wieder in Konflikte und in ein Netz aus Lügen. Eines Tages beobachtet er das Lauftraining der „Defenders“, und will es einem der anderen Jungen zeigen. Nur weil der teure Sportklamotten trägt, heißt das schließlich noch lange nicht, dass er der Größte ist. Das Rennen geht so knapp aus, dass der Trainer Castle anbietet, ins Team zu kommen. Damit eröffnet sich für den Jungen nicht nur die Chance, erfolgreich zu laufen; er erfährt auch, was es bedeutet, Teil eines Teams zu sein, in dem man sich gegenseitig unterstützt. Unverblümt und ehrlich erzählt der Autor die Geschichte eines Jungen, der sich seiner Vergangenheit stellen und entscheiden muss, wie seine Zukunft aussehen soll. Besonders interessant ist die Figur des Trainers. Mit einer Mischung aus Härte und Verständnis bringt er seine Schützlinge voran, im Training sowie im echten Leben.„Ghost“ ist der erste Band einer Reihe – auch die anderen Neulinge im Team der „Defenders“ werden ihr eigenes Buch bekommen.