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Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-60366-7
Preis: 18,00 €
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Khyona - Im Bann des Silberfalken

Katja Brandis, Rezension von Jana Brakop, Gastrezensentin

"Khyona" bietet alles, was das Herz eines Fantasy-Lesers begehrt: eine fantastische Welt, eine interessante Protagonistin, ein Geheimnis, eine Liebesgeschichte.

Während des Urlaubs mit ihrer Patchworkfamilie kommt die 16-jährige Kari anstelle einer jungen Assassinin nach Isslar, einer Parallelwelt, dort bekommt sie den Auftrag, jemanden zu töten. Nun muss sie einen Weg finden, sich dort durchzuschlagen, was gar nicht so einfach ist. Dabei wird sie immer wieder von der Fürstin Isslars und deren Tochter bedroht und merkt, wie sehr die Bürger unter der Diktatur der tyrannischen Fürstin leiden. Doch was kann Kari für ihre neuen Freunde machen, um sie vor der Fürstin zu retten? Und welche Rolle spielt der mysteriöse Andrik, zu dem Kari immer mehr Kontakt gewinnt, der aber eine ständige Distanz zu allen wahrt? Kann er ihr helfen oder ist er so gefühlskalt, wie alle sagen? Währenddessen erfahren Karis Patchworkbruder und ihre kleine Schwester, dass die zunächst so hilfsbereite Cecily eine Assassinin ist, und müssen versuchen ihre Familie und sich selbst vor ebendieser zu schützen.


Verlag: Tropen
ISBN: 978-3-608-50364-7
Preis: 14,95 €
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Das Blut der Hirsche

Mons Kallentoft / Markus Lutteman, Rezension von Simon Heidebroek, Gastrezensent

Fünf tote, grausam zugerichtete Jugendliche und eine schwerverletzte junge Frau: Das ist das schreckliche Ende einer Mittsommerparty auf einer schwedischen Insel im Schärengarten. Auf der einzig überlebenden Zeugin lasten die Hoffnungen rund um das Team von Kriminalinspektor Zack Herry. Ausgerechnet ihm: Denn bei allen Opfern findet sich ein- und dieselbe synthetische Droge im Blut, die noch dazu führte, dass sich die Jugendlichen gegenseitig umbrachten – auf bestialische Art und Weise. Doch noch wahnsinniger ist, dass sie alle im Moment des Todes ein Lächeln im Gesicht hatten. So kreisen die Ermittlungen um die Frage: Wer bringt solch eine Droge in Umlauf? Recht schnell kommt die Einheit dem Drogendealer David Mathias auf die Spur, der sich jedoch kurz vor dem Zugriff selbst das Leben nimmt. Und als wären sechs Opfer nicht genug, kommen kurz darauf drei weitere Jugendliche durch die gleiche Droge zu Tode.

Und eben Zack Herry, der aktuell clean ist, muss und will sich beweisen, dass er von den Drogen los ist. All sein Können ist in diesen beiden Fällen gefragt. Denn eine besondere Brisanz besteht, weil Douglas Juste – Chef der Ermittler – mit einem Vater der Opfer befreundet ist. So mobilisieren alle Ermittler ihre Fähigkeiten: Egal ob Sirpa am PC und im Darknet oder der blinde Rudolf in den Befragungen von Verdächtigen und Zeugen. Jede und jeder holt das Letzte aus sich heraus.

Für Zack scheint es nach den Drogenproblemen endlich aufwärts zu gehen. Denn seine Freundin Mera macht ihm einen Heiratsantrag und hat noch eine weitere gute Nachricht für ihn – Sie ist schwanger. Doch dann ist da ja auch noch Hebe, die Unternehmenstochter aus reichem Haus, zu der sich Zack magisch hingezogen fühlt. So perfekt die Situation mit Mera ist, plötzlich reißt ein Ereignis dem jungen, smarten Ermittler allen Boden unter den Füßen weg…

Zum dritten Mal gelingt dem Autorenduo Mons Kallentoft und Markus Lutteman, mit „Das Blut der Hirsche“ einen rasanten Thriller vorzulegen. Ihren Helden – oder eigentlich ja sogar Antihelden – Zack Herry schicken sie in diesem Fall in den Kampf gegen die eigenen Süchte und auf die Jagd nach einem besonders perfiden Mörder. Denn nichts anderes ist der Hersteller und Dealer der Droge, die die Jugendlichen dazubringt, sich selbst auf die nur erdenklichsten Wege gegenseitig umzubringen. Die Handlung ist wahnwitzig und mitunter auch äußerst brutal.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie ein Autorenduo solch einen Thriller gemeinsam zu schreiben vermag, ohne dass man ihm die zwei Autoren anmerkt. Die Sprache wirkt wie aus einer Hand: Sehr kurze, aufs Mindeste reduzierte Sätze, dafür umso präziser in der Darstellung, schaffen ein ungemeines Tempo. Denn so kurz die Sätze sind, um so gewaltiger ist ihr Sog. Dazu passend ebenso kurze Kapitel, was insgesamt dafür sorgt, den Spannungsbogen rein sprachlich beständig hoch zu halten. Denn jedes Kapitel fesselt und drängt dazu, den Thriller fast schon am Stück zu lesen. Nicht ein bisschen entstehen Brüche, wenn Einschübe mit privaten Nebenhandlungen eintreten. All diese Nebenstränge bergen weiteres Spannungspotential, was immer weiter getrieben wird. Ganz gleich, ob es die Beziehung zwischen Zack und Merry, Zack und Hebe, Zack und Abdullah, Zacks privater Recherche zu den Todesumständen seiner Mutter oder auch Deniz‘ und Sandras sich entwickelnde Beziehung ist. Zahlreiche Aufhänger, die immer wieder unterbrochen und aufgenommen werden. Niemals hat man das Gefühl, den Faden oder die eigentliche Ermittlung aus den Augen zu verlieren.

Jede einzelne Ermittlerin und jeder Ermittler besitzt Relevanz und wird seit dem ersten Fall weiterentwickelt: Deniz, Sirpa, Rudolf, Sam, aber auch Douglas Juste. Sie alle haben ihre eigenen Fähigkeiten, Bedürfnisse, Sorgen und Nöte. Dieses so unterschiedliche Team zu vereinen, das ist ein weiterer Verdienst des Schreib- und Erzählstils von Kallentoft und Lutteman.

So ist „Das Blut der Hirsche“ ein höchst rasanter dritter Band und ein einziger Pageturner, der noch dazu mit einem Cliffhanger am Ende aufwartet. Um so besser, dass der vierte Fall („Der Schrei des Engels“) bereits am 20. April 2019 erscheinen wird.


Verlag: Beltz
ISBN: 978-3-407-74949-9
Preis: 9,95 €
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White Zone- Letzte Chance

Katja Brandis, Rezension von Sarah Eickholt

Das Jahr 2030: Sechs Jugendliche, alle mit einer mehr oder minder kriminellen Vergangenheit, bekommen in der Antarktis die letzte Chance, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Zusammen mit einem Betreuer und einer wortkargen, mongolischen Köchin sollen sie drei Monate auf einer verlassenen Forschungsstation verbringen. Zwischen Gruppensitzungen, Ausflügen in die faszinierende, stille Wildnis der Eiswüste und Problemen wie Liebe und Identitätsfindung häufen sich beunruhigende Vorfälle. Zunächst sind es harmlose Warnungen, doch bald gibt es Verletzte. Ist die Station etwa doch nicht ganz verlassen? Oder steckt einer von ihnen dahinter?

Obwohl die Grundidee nicht neu ist, entwickelt der Roman schnell einen unwiderstehlichen Sog. Die sich verändernde Gruppendynamik wird zu einem spannenden Kammerspiel; das in einem dramatischen Finale im ewigen Eis gipfelt.


Verlag: Deuticke im Zsolnay Verlag
ISBN: 978-3-552-06377-8
Preis: 19,00 €
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Ein Winter in Paris

Jean-Philippe Blondel, Rezension von Andrea Feirer, Gastrezensentin

Ich habe mich sehr auf dieses Buch von Jean-Philippe Blondel gefreut. Nach „6 Uhr 41“, „Die Liebeserklärung“ und „This is not a Love Song“ ist es mein vierter Roman von ihm. Erzählt wird die Geschichte von Victor. Er hat seine Heimatstadt in der französischen Provinz verlassen, um in Paris zu studieren. Er ist im zweiten Vorbereitungsjahr am Lycée D. und fristet ein ziemlich einsames Dasein, als er zarte Bande zu Mathieu, einem Jungen aus einem Kurs unter ihm, knüpft. Sie treffen sich gelegentlich in den Pausen, um gemeinsam zu rauchen. In Victor keimt die Hoffnung auf, einen Freund gefunden zu haben, der ihn ein wenig aus seiner Isolation befreit. Das bringt ihn auf die Idee, seinen bald anstehenden 19.Geburtstag mit Mathieu zu verbringen. Doch dazu kommt es nicht. An dem Tag, als er ihn in der Pause fragen möchte, geschieht etwas Unvorhergesehenes, etwas Schreckliches. Mathieu stürzt sich in den Tod. Überraschenderweise steht nun Victor im Mittelpunkt des Geschehens. Den anderen sind seine Pausen mit Mathieu nicht verborgen geblieben und sie interessieren sich auf einmal für ihn. Alle umschwirren ihn, um etwas über Mathieu zu erfahren, selbst dessen Vater. Dabei hat Victor ihn doch selbst kaum gekannt. Das klärt er nicht auf, denn er genießt diese unerwartete Aufmerksamkeit, die ihm von allen Seiten zuteilwird und führt plötzlich ein anderes Leben als noch kurz zuvor.

Ein Buch mit einer melancholischen Grundstimmung, die sich aber gut aushalten lässt. Es fällt mir fast schwer, zu formulieren, was ich an Jean-Philippe Blondels Büchern so mag. Sie gehen mir auf eine besondere Art und Weise nahe. Es gelingt ihm, die Menschen mit all ihren Facetten zu zeichnen und stellt unerwartete Verknüpfungen her, die ein großes Ganzes ergeben und Verstehen erzeugen, so dass mir keiner der beschriebenen Charaktere am Ende gänzlich unsympathisch erscheint.

Besonders gelungen finde ich das Cover, das nicht nur künstlerisch sehr beeindruckend ist, sondern, meiner Meinung nach auch einen direkten Bezug zum Inhalt herstellen lässt. Die Tauben umschwirren den jungen Mann, so wie all die Menschen nach Mathieus Tod um Victor kreisen. Mein Lieblingscover in diesem Jahr.

Ein Winter in Paris“ ist ein Buch mit nachhaltiger Wirkung, das ich gerne empfehlen möchte.


Verlag: Heyne
ISBN: 9783453422926
Preis: 9,99 €
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Ein Tag im Dezember

Josie Silver, Rezension von Nicole Heiligenstadt

21. Dezember 2008. Laurie sitzt mit einem Lametta-Heiligenschein im Haar, an einem kalten Winterabend, nach ihrer diesjährig letzten Schicht an der fürchterlichen Hotelrezeption, in einem Bus nach Hause. Morgen möchte sie über Weihnachten ins gemütliche Haus ihrer Eltern in die Midlands fahren, um dort bis zum nächsten Jahr Winterschlaf zu halten. An einer Bushaltestelle sieht sie einen „Typen“ auf einem Klappsitz, der in ein Buch vertieft ist. Es kommt ihr vor wie bei einem Spezialeffekt in Filmen, bei denen jemand ganz still steht und sich die Welt kaleidoskopartig auflöst und allmählich verschwimmt. Dann hebt er seinen Blick, blinzelt und richtet seine Aufmerksamkeit auf Laurie. Sie starren sich an. Sein Blick springt zu der abnehmenden Schlange, die noch auf dem Bus wartet…dann wieder zu Laurie…Entschieden schlägt er das Buch zu und stopft es in den Rucksack zwischen seinen Füßen. Dann hört Laurie das Zischen der schließenden Bustüren und das Lösen der Handbremse…Laurie wirft ihm noch eine verzweifelte Kusshand zu und wartet, bis er aus ihrem Blickfeld verschwindet. Für außenstehende ein oscarreifer sechzig Sekunden Stummfilm, für Laurie die Liebe auf den ersten Blick. Ein Jahr lang sucht Laurie verzweifelt den „Typen“ von der Bushaltestelle. Doch dann begegnen sich Laurie und Jack wieder. Allerdings unter Umständen, die ihre Liebe fast unmöglich machen…

Wer Bücher im Stil von Cecilia Ahern und Jojo Moyes gerne liest, wird „Ein Tag im Dezember“ lieben. Ein wunderbarer Roman über Liebe, Freundschaft und Familie. Eine Achterbahn der Gefühle. Witzig, romantisch, modern. Ich habe beim Lesen gelacht und auch geweint….Ein absolutes LeseMUSS für den Herbst/Winter2018.


Verlag: dtv
ISBN: 9783423640411
Preis: 14,95 €
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Ghost - Jede Menge Leben

Jason Reynolds, Rezension von Sarah Eickholt, Gastrezensentin

Castle Cranshaw, alias Ghost, rennt schon sein ganzes Leben lang. Hauptsächlich rennt er davon – vor sich selbst, den Problemen in der Schule und vor allem vor der Nacht, in der er um sein Leben laufen musste. Er kommt aus einem heruntergekommenen Viertel und seine alleinerziehende Mutter hat wenig Geld, was ihn zur Zielscheibe von Hänseleien macht. Er gerät immer wieder in Konflikte und in ein Netz aus Lügen. Eines Tages beobachtet er das Lauftraining der „Defenders“, und will es einem der anderen Jungen zeigen. Nur weil der teure Sportklamotten trägt, heißt das schließlich noch lange nicht, dass er der Größte ist. Das Rennen geht so knapp aus, dass der Trainer Castle anbietet, ins Team zu kommen. Damit eröffnet sich für den Jungen nicht nur die Chance, erfolgreich zu laufen; er erfährt auch, was es bedeutet, Teil eines Teams zu sein, in dem man sich gegenseitig unterstützt. Unverblümt und ehrlich erzählt der Autor die Geschichte eines Jungen, der sich seiner Vergangenheit stellen und entscheiden muss, wie seine Zukunft aussehen soll. Besonders interessant ist die Figur des Trainers. Mit einer Mischung aus Härte und Verständnis bringt er seine Schützlinge voran, im Training sowie im echten Leben.„Ghost“ ist der erste Band einer Reihe – auch die anderen Neulinge im Team der „Defenders“ werden ihr eigenes Buch bekommen.


Verlag: Dumont
ISBN: 978-3-8321-6165-1
Preis: 11,00 €
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Die Herrenausstatterin

Mariana Leky, Rezension von Andrea Feirer, Gastrezensentin

Nachdem ich im letzten Jahr „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky quasi an einem Tag verschlungen und zu meinem Lieblingsbuch auserkoren hatte, war ich ganz gespannt auf mehr. So bin ich auf „Die Herrenausstatterin“ gestoßen, erschienen im Jahr 2011. Es lag schon etwas länger auf dem Stapel, als meine Tochter mir sagte, das müsse ich unbedingt lesen. Und sie hatte sowas von recht!

Katja Wiesbergs Zahnarzt ist im Urlaub und sie muss zur Vertretung. So landet sie auf Jakobs Behandlungsstuhl. Zitat: „…, und dann: „Und jetzt denken Sie mal an was Schönes.“ Weil es sich anbot, dachte ich an Jakob, denn Jakob war schön, obwohl er Zahnarzt war.

So beginnt es zwischen Jakob und Katja. Leider haben sie nur eine kurze Zeit miteinander und Katja fällt in ein tiefes Loch. Ihr geht es so schlecht, dass sie auch ihren Job als Übersetzerin für Gebrauchsanweisungen verliert. Sie ist furchtbar allein. Bis plötzlich Herr Dr.Blank auftaucht, ein älterer Herr, der sehr müde zu sein scheint und ihr von da an, nicht mehr von ihrer Seite weicht. Mal sitzt er auf ihrem Badewannenrand, mal auf ihrem Sofa. Er ist einfach da. Und damit nicht genug. Irgendwann steht auf einmal auch noch ein junger Feuerwehrmann mitten in der Nacht vor ihrer Tür und sucht das Feuer in ihrer Wohnung, zu dem er angeblich gerufen wurde. Es brennt aber nicht. Warum also ist er da? Und warum bleibt auch er da, genauso wie Dr.Blank? Es beginnt eine unglaublich rührende, traurige, zuweilen aber auch sehr komische Geschichte, die voller Lebensweisheit steckt.

Dieses Buch ist das pure Lesevergnügen und ich kann es nur jedem ans Herz legen.

 


Verlag: Knaur
ISBN: 9783426521427
Preis: 9,99 €
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Ein Sommer wie Limoneneis

Marie Matisek, Rezension von Lena Gerbig, Gastrezensentin

Der Prolog aus den Erinnerungen an Marcos Kindheit und den Sommer 1990 haben mich erst zweifeln lassen: lese ich weiter? Die für meinen Geschmack holprigen Satzgefüge und umständliche Erzählweise ließen die Motivation zum Weiterlesen nicht unbedingt entstehen. Ich entschied mich dennoch zum Weiterlesen und bin froh darüber: "Ein Sommer wie Limoneneis" ist ein toller Roman für das Reisegepäck, ein netter Schmöker , der neben der romantischen Küste Süditaliens und der reichhaltigen italienischen Küche auch im hektischen Leben Münchens spielt. Mittendrin: Marco, erfolgreicher Immobilienanwalt, der auf einmal vor dem Scherbenhaufen seines Lebens steht. Burn out, und die Ehefrau will die Scheidung.  Seine Kinder kennt Marco kaum.

Und so begibt er sich nach Süditalien auf die Zitronenplantage seines Vaters, den er seit Jahren nicht besucht hat und versucht, sich zu erholen und sein Leben neu zu sortieren. Wie es ausgeht? Lesen Sie selbst ...


Verlag: Klett-Cotta
ISBN: 978-3-608-96268-0
Preis: 20,00 €
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Gork der Schreckliche

Gabe Hudson, Rezension von Henrik Bette

Gork, der Schreckliche hat ein kleines Problem: Er ist leider gar nicht so schrecklich. Sein WILLE ZUR MACHT-Ranking liegt ungefähr auf „Kuschelbär“-Niveau (leider manchmal auch darunter) und seine Drachenhörner sind dementsprechend winzig. Gorks Großvater Dr. Schrecklich ist mit der Situation gar nicht zufrieden, schließlich ist er der letzte Spross der Schrecklich-Dynastie und dazu auserkoren, auf intergalaktischen Eroberungszügen, unzählige Planeten zu versklaven. Blöd nur, dass Gorks Herz viel zu groß ist… Und jetzt ist auch noch Krönungstag an der Drachenakademie WarWings und er muss versuchen, eine Drachendame für sich zu gewinnen, um mit ihr zusammen auf intergalaktischen Feldzug zu gehen, ansonsten wird er sein Leben als Sklave zubringen. Ganz besonders hilfreich sind dabei auch hungrige Sportler-Drachen, die mordlüsterne Security von WarWings und Robodrachen mit viel zu großen Hörnern.

Gabe Hudsons Drachen haben nicht viel mit den tolkienschen Bestien gemeinsam. Genauso steht es mit seinem Buch und High Fantasy. Alle Fans von klassischen Fantasy-Romanen werden zunächst enttäuscht sein und sich dann vielleicht in Gork und Hudsons humoristischen Schreibstil vergucken. Eine Altersempfehlung ist allerdings schwierig. Die Andeutungen und abstrakten Analogien, die das Buch für Erwachsene erst lesenswert machen, werden Kinder wohl nicht verstehen. Spaß an Gorks Erlebnissen werden sie aber auch haben und die vielen, teils albernen Blödeleien, die für ältere Leser gewöhnungsbedürftig sein mögen, werden junge Leser begeistern. Dieser Vielschichtigkeit halber empfehle ich das Buch in der Tradition vieler Brettspiele für Leser von 12-99 Jahren ;)